Philosophische Werke: Kant lesen


Kant ist aus verschiedenen Gründen schwer zu lesen: Er ist älteren Datums, d.h. er hat spät mit dem Philoshieren angefangen und es ist auch schon eine ganze Weile her. Er ist Mathematiker der älteren Schule und bedient sich spezifischer Begrifflichkeiten auch aus diesem Bereich, die heute nicht unbedingt mehr Common Sense sind. Außerdem schreibt er – bis auf gelegentliche Oasen – meiner Meinung nach dröge, aber dafür umfassend und sehr spitz. Jedes Wort ist wichtig und wurde von ihm lange ausgewählt, wie er es aus seiner Zeit heraus verstanden hat. Umso schwieriger ist es also für den postmodernen Leser. Eine Verständnisstütze und Überlegungen zum Verständnis könnten also hilfreich sein. Zumindest sind Verständnisfragen für das eigene Verständnis unabdingbar und diese zu formulieren und klar zu machen, ist schon mal ein guter Schritt vorwärts. Vielleicht kann man das auch irgendwie attraktiv gestalten? Zumindest kann es nicht schaden – auch wenn wir womöglich auf nichts neues stoßen werden. So können wir es zumindest für unsere Zeit ästhetisch ansprechend aufbereiten – denn das ist der Text Kants nicht mehr.

Hilfreich für die philoshische Lektüre ist im Gegensatz zur schönen Literatur, dass man eine vergleichbare Ausgabe hat. Vorab sei etwas triviales aber nicht zu unterschätzendes gesagt: Es gibt eine A und B Ausgabe. Beide von Kant selbst geschrieben und überarbeitet.

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Philosophie des Shunyata


Betrachtet man die Philosophie des Shunyata genau, so wird man erkennen, daß darin nichts Neues zu finden ist. Es ist eine weitere holistische Erklärung für die Vorgänge in der Welt, also eine Ganzheitslehre. Darüberhinaus ist es monistisch, wenn es von der Nichtexistenz als der Sache, die für alles, was scheinbar ist, zuständig ist.

Wir sehen im Zen-Buddhismus und im Taoismus, daß Fragen, die das Sein und das Wesen der Dinge betreffen, gnadenlos abgekanzelt werden. Die Metaphysik im Zen und Tao ist eine Anti-Metaphysik, mehr noch: sie lebt jenseits von Metaphysik.  Nihilismus ist für den Shunyata-Monismus freilich eine völlig unpassende Beschreibung, denn Nihilismus ist eben ein Stadium, das vor einer Erkenntnis wie jener des Shunyata liegt.

Erinnern wir uns an Nietzsches drei Verwandlungen: Man werde zum Kamel, zum Löwe, zum Kinde. Der Nihilismus ist die Verwerfung aller Normen und das Abstreiten jeder Bestimmung des Menschen. Der Nihilismus ist das Löwe-Sein. Ein bloßes Rebellieren allerdings ist immer noch eine Abhängigkeit von Normen. Es muss der Mensch zum Kind sich wandeln, also Erkenntnis erlangen, die frei ist und unbeschwert. Das ist mit dem Nihilismus nicht zu vereinbaren.

Und dort wartet das Shunyata auf uns. Doch wieso nenne ich es monistisch? Wieso ist das keine von seiner Struktur her neue Auffassung? Es ist so:

Die Erklärung aller Dinge durch ein Prinzip findet auch in religiösen Strömungen und Philosophien des Westens statt. Am Ende jeder Religion, jeder Metaphysik steht das Unbegreifliche, die Kausalität, die allumfassende Natur, das Pleroma, die Substanz, Gott, der Zufall, das Sein, das Nichts.

Aber all diesen ist gemeinsam, daß dies die einzige feste Größe ihres Systems ist: Das Nichts ist Alles, nichts steht ihm entgegen. Es ist die einzige Substanz, und alles was man sieht, sind nur Abbilder und Spiegelungen in verschiedenen Formen.

Indische Philosophie scheint so tief und mystisch, unverbraucht und rein. Aber das letzte, der Urgrund, nach dem alle Philosophie strebt, ist der selbe. Es sind nur die Namen verschieden. Es ist darum gut, wenn man durch eine Philosophie die offensichtlichen Analogien zu den anderen System zu erkennen beginnt – darum ist es egal, ob man vom Gnostizismus, Vedanta, Zen oder Substanzlehre allgemein ausgeht.

Ich empfehle, das erste Kapitel vom Johannes-Evangelium zu lesen, man wirst überrascht sein, wie sehr es doch Ähnlichkeiten zu den wirklich beständigen Systemen aufweist.

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Korinther 13:12

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Deja vus


Déjà-vus kennt bestimmt jederman:

Man geht ganz normal seinem Alltag nach und plötzlich :Déjà-vu; Man scheint diesen Augenblick schon erlebt zu haben. Man erinnert sich, dass man davon geträumt hat und man weiß welche Handlungen als nächstes folgen werden.

Dauert das Déjà-vu lange genug, schafft man es womöglich sogar zu denken:“Ha! Was ist, wenn ich jetzt einfach was anderes tue?“

Ich hatte schon viele dieser Déjà-vus und scheinbar werden die erlebten Augenblicke immer länger, sodass er schon oft versuchte seine Handlung in diesem Augenblick zu verändern. Jedes Mal scheiterte man. Er tat genau das, was er zuvor geträumt hat.

Das interessante dabei war, dass er während des Prozesses die ausgeführten Handlungen beobachten und bewusst darüber nachdenken konnte. So stellte sich man noch während des Déjà-vus die Frage:“Warum läuft alles so, wie in meiner Erinnerung?“ Warum kann ich aus diesem Vorgang nicht ausbrechen?“.

Das lässt einen zum Schluss kommen, dass die Gedankenwelt unabhängig von der (materiellen) Handlungswelt sind.

Dies trifft dennoch nicht ganz zu…

man hatte auch schon Déjà-vus, bei denen sich Gedankengänge wiederholten. Dabei ist zu erwähnen, dass parallel zu diesen, sich wiederholenden Denkprozessen, der vorher erwähnte Hinterfragungsprozess stattfand.

Es scheint also zwei Denkebenen zu geben:

1)Denken, das mit der scheinbar deterministischenmateriellen Welt einhergeht

2)unabhängiges, losgelöstes Denken

Beide können scheinbar zeitgleich ablaufen.

Allerdings kam dies erst in den Déjà-vus zum Vorschein. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich beim ersten, um ein Aussenwelt-verarbeitendes Denken handeln könnte, jedoch schlossen diese in meiner Erfahrung schon recht komplexe Gedankenführungen mit ein:

In mans letztem Déjà-vu kam z.B. ein Wenn-Dann GedankengangLogik auf „erster Ebene“ vor(also etwas, das man aus seiner Erinnerung kennt).

Die Logik scheint also eine verarbeitende Instanz zu sein, die an äußerliche Dinge geknüpft ist(Ebene 1).

Jedoch bediente sich man auch der Logik, als er auf Ebene 2(als Beobachter) auf die Unveränderbarkeit der Déjà-vu-Handlungen schloss(„Warum kann ich aus diesem Vorgang nicht ausbrechen?“). Folglich scheint die Logik eine Instanz zu sein, die sowohl in der materiellen, deterministischen Welt, als auch in der unabhängigen Gedankenwelt eine Rolle spielt…

Natürlich könnte die losgelöste Gedankenwelt(Ebene 2) auch nur von äußeren Faktoren selbiger Ebene beeinflusst sein, sodass sie auch deterministisch und bestimmten Regeln unterworfen ist. Das würde auch das Auftreten der Logik auf zweiter Ebene, als verarbeitende Instanz für äußere Dinge erklären…

Auch könnte man davon ausgehen, das es eine 3. Ebene gibt, die über der Gedankenwelt steht…

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Rache und Todesstrafe


Rache wird durch die freie Enzyklopädie durch eine Handlung beschrieben welche einen Ausgleich erlittenen Schadens bewirken soll.
Doch wie ist das mit der Goldenen Regel? „Was du nicht willst das man dir tut das füge keinem andren zu.“ Ist das nicht der Grundaufbau des ethischen Zusammenlebens?
Rache ist ein Gefühl welches man unterdrücken könnte, wenn man wollte doch wirkt durch das ausführen der Rache ein Gefühl auf uns ein was uns durchaus zufriedenstellt. Doch die Frage ist: Wie lange kann es uns das Gefühl der Zufriedenheit geben? Denn ist es nicht eigentlich so, dass Rache etwas moralisch Verwerfliches ist, denn um jemandem etwas heimzuzahlen muss man den vorhergehenden erlittenen Schaden „auswerten“ und ihm einen bestimmten betrag geben damit man es aufwiegen kann. Somit macht man ein Gefühl, welches eigentlich nur im Kopf geschieht, zu einer Art Gegenstand. Dies klingt alles schon gar nicht schlecht, einen Gegenstand könnte man mit einer Währung bezahlen (wie schon der Spruch: ich werde es ihm Heimzahlen besagt). Doch um etwas zu bezahlen bräuchte man noch eine Währung. Ich möchte nun einfach mal eine Währung erfinden: RP soll sie heißen (RP soll für Rache Punkte stehen). Nun hätten wir alles um Rache zu nehmen wir haben den Schaden der uns zugefügt wurde als „Menge“ und haben eine Währung mit welcher man seine „Schuld“ begleichen könnte. Doch nun kommen wir zu dem großen Problem der Rache, wer sagt oder kann den erlittenen Schaden fair abwiegen so das dem Täter das gleiche Leid widerfährt wie zu Beginn dem Opfer. Wer kann schon sagen was einem Menschen im gleichen Maße Schmerzen bereitet wie einem anderen. Dies ist nicht möglich da jeder Mensch ein Individuum ist und jedes Individuum seine eigenen, stark oder weniger stark, ausgeprägten Gefühle besitzt. Des weiteren, ist es nicht so, dass wenn man einem anderen Menschen leid, auch wenn man genau das selbe Maß an Leid erfuhr, zufügt nicht besser ist als der eigentliche (ursprüngliche) Täter. Somit ist Rache keine Lösung auch wird, meiner Ansicht, zufolge die Todesstrafe eigentlich als Racheakt angesehen. Die Todesstrafe ist ein Zweckfreies töten. Denn kann es wirklich dem Vater, der Mutter oder den Geschwistern helfen wenn der Mörder, welcher sich sexuell an einem Kind dieser Familie vergriffen habe und es anschließend getötet hat, selber stirbt? Natürlich wird dieser Akt der Rache für die erste Zeit die Traurigkeit der Familienmitglieder stillen doch nur solange und so kräftig wie ein Rachegefühl dies vermag. Was passiert nach 2 oder 3 Jahren, das Kind ist tot, sein Mörder auch, keiner der beiden wird je wieder die jeweiligen geliebten Personen sehen. Und könnte ein normaler Vater damit leben, dass wegen ihm eine andere Person gestorben ist, hat er ihm somit einfach das Leben beraubt?

Eine Weisheit über Rache und Todesstrafe hat unser heißgeliebter Kabarettist Volker Pispers ausgesprochen: (sinngemäß) Da wird eine Frau vergewaltigt und ermordet und in Amerika schreien sich nach härteren Strafen! Das ist es recht schwierig, wenn darauf schon Todesstrafe steht.

Eine andere Ansicht bietet ein Zitat aus dem (bescheuert schlechten) Film Ligeia, da wird ein Schriftsteller zitiert, der über die Todesstrafe sinngemäß sagt:

„Todesstrafe? Das ist doch keine Strafe. [Eine Strafe ist so etwas wie Elfmeter oder Ecke oder Runde aussetzen etc.] Aber mit der Todesstrafe ist das Spiel ja vorbei.

Rache ist ein faszinierendes Thema, denn ihre Quelle liegt ja nicht in der Tat die an uns oder anderen verübt wurde, die einen Menschen gegen andere aufbringt. Nein – was uns an die Rache glauben lässt [ein Glaube aus Verzweiflung; der Mensch ist machtlos und weiß es, aber er will etwas tun, unbedingt etwas tun, um diese Kränkung zu verwirren] ist die Annahme, die du OP beschrieben hast.

Rache wird ausgeübt, weil angenommen wird, Menschen seien wie Paybackkarten (hihi Payback passt sogar ganz gut), also grundsätzlich von gleicher Fassungskraft, von gleicher Funktion und einheitlich geeicht.

Wie ist die Rache zu betrachten? Sie mag evolutionären Nutzen haben; wer sich verteidigen kann und Schaden vergilt, hat mehr Chancen, seine Linie zu erhalten. Also ein unbewußtes Verhalten zur Arterhaltung? Aber wie ist es bei den Tieren? Wo findet sich da die Gehässigkeit? Ist Rache also ein Ausdruck der menschlichen Freiheit oder etwas zu Überwindendes?

Keine Rache kann Verluste aufwiegen. Trotzdem ist sie darum nicht von vornherein das Versagen der eigenen Souveränität. Der Zwang, den die Rache auf das Subjekt lädt, wird zu einem Hindernis, in dem die eigene Freiheit erst noch erkannt werden muss.

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Folgen und Führen


Ist dieses Prinzip nicht in allem was wir tun? Ist es nicht ein eingebranntes Merkmal in unseren Köpfen, ein Instinkt der schon in den Ältesten Geschöpfen dieser Welt steckte. Dieser Instinkt macht uns zu dem was wir sind. Ohne diesen Instinkt herrscht heilloses chaos. Niemand würde jemals etwas zustande bringen. Wir wären heute noch nichts mehr als Tiere.
Warum also versuchen wir ihn zu leugnen? Es steckt doch überall in jeder Gruppe, in unserem Freundeskreis. Überall gibt es Hackordnungen. Irgentjemand ist der Alpha und irgentjemand der Beta. Irgentjemand der Führer, die anderen die Folger.
Sicherlich, niemand möchte gerne der Beta sein. Niemand möchte gerne zugeben er ist der, der nur folgt. Aber nach diesem Prinzip geht es doch überall. In der Geschäftswelt, im Sozialen Leben nur in der Politik versucht man es zu leugnen um der schönen Illusion der „Freiheit“ willen. Doch was hat uns das gebracht? Niemand trägt doch wirklich die Verantwortungen. Es braucht Monate bis entscheidungen durchgebracht sind. Die Politik sind nur Sklaven dem Lobbyismus und der Internationalen Firmen die nachwievor despotisch beherrscht werden.

Aber heutzutage vergisst man immer das der Führer, das Alphatier, auch die Verantwortung hat. Er muss der fähige sein. Auf ihm liegt alle Last.
Warum also wird man nicht vernünftig und gibt die Illusion der Freiheit auf und lässt die Politik sich nach dem altbewährten Prinzip des Führens und des Folgens formen.

Beim Führerprinzip gibt es niemanden auf dem man die Schuld schieben kann. Der fähigste wird Führer. Und wenn der Führer mist baut hat ER die verantwortung. ER ALLEIN. Ein jeder mit solch einer Verantwortung würde sich hüten den Unmut der Gruppe auf sich zu ziehen.

Die Hierarchie ist göttlich, in der Hölle sind alle gleich.

Doch nun denken wir, Gerechtigkeit bedeutet, allen Menschen das gleiche Recht zu geben. Und in einer Pyramide sind nun mal die meisten Menschen in den untersten Schichten. Natürlich werden die am lautesten dagegen blöken, wenn man sie fragt.

Und so zerbröselt der Keks nunmal.

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Ein Leben nach dem Tod 2


Das menschliche Gehirn ist nicht darauf ausgelegt ist, sich die Nonexistenz vorstellen zu können. Da dieses aber mit der unstillbaren, instinktiven menschlichen Neugier kollidiert kommen die ganzen komplizierten, z.T. paranoid anmutenden Fragen auf.

Mich stört es eigentlich, dass es bei den meisten Leuten Usus zu sein scheint, Körper und Geist („Seele“) zu unterscheiden.  Man könnte es auch so versuchen: Es gibt keine Seele. Die Psyche ist ein Produkt des Körpers, sie ist untrennbar mit ihm verbunden.

Was gemeinhin „Seele“ genannt wird ist die Gesamtheit der biochemischen und bioelektrischen Vorgänge des Gehirns.

Nach dem Tod ist nichts. Man ist einfach nur tot. Keine Wiedergeburt, kein Einzug in ein irgendwie geartetes Jenseits.

Ich halte es da mit der einfachsten Erklärung:

Der Glaube an Wiedergeburt/Jenseits existiert, weil der Mensch es sich wünscht und nicht, weil es tatsächlich so ist.

Was wir „Ich“ nennen, unsere Persönlichkeit, unser Bewusstsein, ist das Ergebnis des kognitiven Prozesses in „unserem“ Gehirn. Wir haben kein Gehirn, wir sind eins – beziehungsweise strenggenommen noch nicht einmal das, „wir“ sind eine Funktion des Hirns. Mit dem Hirntod ist somit auch das Ich unwiderruflich ausgelöscht.

Daß alle anderen Personen um ein Subjekt in Wirklichkeit Projektionen des Unterbewußten des Subjekts sind, ist ja eine Theorie die nicht nur in Formen des Solipsismus allein beinhaltet ist, C.G. Jung hat auch in dieser Richtung gedacht.

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Ein Leben nach dem Tod?


Niemand kann uns sagen, was den Menschen nach seinem Tod erwartet. Ich persönlich glaube ja jetzt nicht unbedingt explizit an den Einzug „der Seele“ in den Himmel. Es ist wahrscheinlicher dass, wenn überhaupt, die physischen Überreste des Körpers innerhalb mehrerer Dekaden zersetzt werden, sprich wieder in den großen Kreislauf des Ökosystems unseres Planeten eingespeißt werden, während die geistigen Bestandteile, also nach dem Tod womöglich noch im weitesten Sinne „intakte“ Elemente des Gehirns, möglicherweise verbleibende elektrische Impulse, Zombie-Style, basierend auf der recht plausiblen Theorie mehrerer Dimensionen der Existenz, Einzug finden in neues Leben, wahrscheinlich ein anderer menschlicher Föthus oder etwas Ähnliches. Also allgemein das, was man unter der buddhistischen „Wiedergeburt“ versteht. Ich persönlich kann es mir (natürlicherweise) nicht ausmalen, wie es ist, wenn die Existenz eines Menschen für alle Zeiten beendet zu sein scheint. Ich für meinen Teil glaube an die Option der „Wiedergeburt“, basierend auf fortschrittlichen, teils unerforschten Physikalischen Gesetzen. Nicht umsonst haben die Neurologen dieser Welt bis Heute keine genauere Definition von dem anfertigen können, was wir allgemein als „Gedanken“, „Bewusstsein“ oder „Seele“ bezeichnen. Wer kann uns versichern, dass diese Dinge mit dem Verlust der physischen Körperfunktionen ebenfalls dahinscheiden?

Ich für meinen Teil glaube an die Option der „Wiedergeburt“, basierend auf fortschrittlichen, teils unerforschten Physikalischen Gesetzen. Nicht umsonst haben die Neurologen dieser Welt bis Heute keine genauere Definition von dem anfertigen können, was wir allgemein als „Gedanken“, „Bewusstsein“ oder „Seele“ bezeichnen. Wer kann uns versichern, dass diese Dinge mit dem Verlust der physischen Körperfunktionen ebenfalls dahinscheiden?

http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_ignorantiam

Ich denke wenn so etwas komplexes wie „die Seele“ übertragen würde (wohin auch immer) wäre sicherlich eine Menge Energie nötig, die man bemerken müsste, etwa in Form von Wärmeentwicklung.

Vorausgesetzt, dass wir die Seele mit unseren Sinnen wahrnehmen könnten. Evtl sollte man die Seele doch als etwas transzendentes betrachten.

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Standardwerke Philosophie


Sehr empfehlen kann ich Cristoph Helferich „Geschichte der Philosophie – Von den Anfängen bis zur Gegenwart und Östliches Denken“. dtv-verlag. Gutes Nachschlagewerk, aber auch etwas, dass man von Vorne bis Hinten durchlesen kann. Gut und interessant geschrieben.

Älter (aber dafür umso preiswerter) ist das Werk von Johannes Hirschberger „Geschichte der Philosophie“ – reicht aber nur bis zu den 1950er Jahren und vieles gilt heute als überholt; aber immernoch einigermaßen brauchbar…gerade was die antike, mittelalterliche und frühneuzeitliche Philosophie betrifft.

Ich finde die Philosophische Hintertreppe interessant, wenn es direkt um irgendwelche Philosophen geht. Vorallem bei Kant gibts es viel zu schmunzeln.

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Philosophie eine Wissenschaft?


Kurz gesagt: Die Philosophie kann nur eine Wissenschaft sein, wenn sie eine Wissenschaft des Trivialen ist.

Eine Wissenschaft des Trivialen, ein Oxymoron. Wissen, das jedem zugänglich ist, kann nicht Teil einer Wissenschaft sein, da Wissenschaften per se ihre eigene Struktur und Terminologie pflegen, soll heißen: Philosophie als Wissenschaft des Trivialen ist keine Wissenschaft, da die Wissenschaft des Trivialen nicht Wissenschaft genannt werden kann.

Trivialisiertes Wissen, das einer Wissenschaft entstammt, ist allgegenwärtig, aber selbst nicht mehr Teil einer Wissenschaft, sondern nur noch ein entfernter und verfälschter Verweis auf das betreffliche Fachgebiet.

Anderherum heißt das, daß die Reflexion die über das Triviale in eine Wissenschaft, also eine stringente Gliederung der Erkenntnis münden würde, kein Ziel hat:

Die Wissenschaft des Trivialen ist also letztlich gleichwertig mit der Aussage, daß Philosophie kein Wissenschaft sei.

>Die Philosophie kann nur eine Wissenschaft sein, wenn sie eine Wissenschaft des Trivialen ist.

Die Philosophie ist nicht so weit Wissenschaft wie jede andere. Sie hat keinen begrenzten Gegenstandbereich, sie ist überbordend und entgrenzend. Sie hat auch kein begrenztes Methodenarsenal, kein begrenztes Begriffsvokabular, keinen festgelegten Stil, keine Grundlagen, usw. usf. Sie wird sich sogar drin am ehesten gerecht alle Grundlagen allenthalben neu festzulegen und umzustoßen.

rotzdem sind hier gemachte Überlegungen oft der Nährboden für fundamentalen wissenschaftlichen Fortschritt oder zur Grundlegung einer neuen Wissenschaftlichen Disziplin, die auf eine andere Art zu denken beruht. Es sei nicht behauptet, dass gute Wissenschaft nur, oder auch nur zur Hälfte aus guten Philosophen oder besonders kreativen oder revolutionären Menschen mit solcherlei gearteten Ideen besteht. Wissenschaft ist zu 5% zündende Idee, zu 40% harte Arbeit und zu 54% reines Glück. Diese Grundlagen werden natürlich nicht einfach negiert, sondern aufgehoben in einem dreifachen Sinne: Aufhebung im Sinne von i. erstmal Negation und Amnesie ii. dann Archivierung und Bewahrung und schließlich iii. im Sinne von Erhebung und Aufwertung. Die philosophischen Grundlagen werden in der Wissenschaft eingeschlossen und eingepflegt und gelten fortan als wissenschaftlich in dieser Disziplin. Trivialerweise sind sie wie alle Axiome gesetzt und haben nicht mehr Grundlage als sich selbst und ihre hergeleitete Plausibilität. Auch besteht die Überzeugung, die Philosophie als eine Metawissenschaft in das Organon der Wissenschaften eingliedern zu können – Philosophie als Leim. Die Philosophie kann nämlich nicht Nicht-Wissenschaft sein, denn dann wäre sie nicht mehr als Kunst oder Religion. Kunst ist sie nicht, da sie nicht einer möglichen und genauso gearteten Definition von Kunst entspricht: Dasjenige ist Kunst, was offensichtlich sinnlos ist. Wenn es Philosophie gibt, dann geht sie zumindest so, sich nicht den Anschein einer offenkundigen Sinnlosigkeit zu geben. Religion ist sie nicht, da sie ihre Grundsätze stetig neu legt, keine dezidiert gemeinschaftsbildende Funktion besitzt und da der Glaube und eine Liturgie keine Rollen spielt. Was Religion ausmacht ist zum großen Teil auch Tradition. Philosophie ist, wenn es sie wirklich gibt, gegen jegliche Tradition gerichtet. Zu weiteren ausdifferenzierten Funktionssystemen scheint sie wohl nicht näher verwandt.

Des Weiteren: Die Philosophie ist nicht trivial, denn wäre sie das, dann würde das alltägliche Leben zur Philosophie werden und damit alles was unser Dasein ausmacht. Wäre sie trivial, dann wäre Philosophie offensichtlich. So behandelt die Philosophie nicht-triviale Sachverhalte, die Menschen im alltäglichen Bezug zumeist nicht nachvollziehen können.

Darüber hinaus: Die Philosophie zeichnet sich trotzdem darin aus Trivialtäten, die sie behandelt, zum Gegenstand zu haben. So ist es das schwerste Unterfangen, das Offensichtliche zu formulieren und darzustellen, da es sich nicht davon unterscheidet, was so schon ist. Wie die weiße Farbe auf einer weißen Leinwand kann man bestimmte philosophische Probleme nicht wahrnehmen, wenn man sich bspw. nur auf die herkömmlichen Methoden zur Betrachtung eines Gemäldes verlässt. Die Philosophie ist genauso wenig trivial, wie der Text, der einen Widerspruch zum Thema hat pauschal widersprüchlich ist. Trotzdem hat sie die Trivialität zu Gegenstand, was auch immer sie damit schließlich anstellt.

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Was ist Philosophie


Was ist denn eigentlich Philosophie?

1)

Die heutigen Philosophen sind sich darüber überhaupt nicht einig und widersprechen sich teilweise zutiefst.

Als Denkanreiz möchte ich hier folgendes erwähnen, nämlich dass Philosophie getrennt werden muss in Lebensphilosophie oder Lebensweisheit, worunter Yoga, Brahamismus und Co. fallen würden, was mit dem Studium aber rein gar nichts zu tun hat und die einzig für das Studium relevante Art, die wissenschaftliche Philosophie, die sich von der ersteren hauptsächlich darin unterscheidet, dass sie auf nachvollziehbaren und transparenten Argumenten fußt.

2) Es existieren unterschiedliche Schulen der Philosophie, die unterschiedliche Methoden der Herangehensweise an einen Gegenstand und an das Studium haben. Diese Schulen unterscheiden sich von Uni zu Uni, noch mehr aber von Staat zu Staat. Das Problem, das >>3200 anspricht, ist vor allem ein Problem der [k]Kontinentalphilosophie[/k], die sich grob beschreiben lässt, als eine Philosophie, die sich an die Tradition der wissenschaftlichen Philosophie anschließt und ihren Inhalt deshalb kennen muss, um einen Beitrag dazu leisten zu können. Ihr Problem ist vielleicht das angesprochene: ihre eigene Meinung aufgrund von Gelehrsamkeit aufzugeben.

Ihr entgegen steht die angloamerikanische Schule der [k]Analytischen Philosophie[/k], hier wird viel mehr darauf gesetzt mit den gelehrten Methoden einen Gegenstand neu zu denken. Sie erhält zwar den Status der eigenen Meinung, verliert zuweilen aber die Wissenschaftlichkeit und driftet ins delitantische ab.

3) Der Zeitgeist der Subjetivierung und Individualisierung. Was? – Ja.

Abseits dessen, dass die eigene Meinung einen Wert für das Individuum und die Gesellschaft hat ist zu fragen, welchen Wert hat es für die Wissenschaft, sich keiner philosophischen Tradition angehörig zu zeigen?

Ist es nicht ein Teil des (kapitalistischen) Zeitgeistes, der behauptet es gäbe nichts Objektives, sondern alles wäre subjektiv und relativ.

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