Libertär vs. Kulturmarxismus


Ich war libertär/klassisch liberal, sogar lange mit Anarcho-Kapitalismus als Utopie geliebäugelt, bevor mir klar wurde, dass Libertäre niemals etwas erreichen werden, weil sie gleichzeitig an die Macht und die Macht an sich abschaffen wollen. Und das erzeugt einen ewigen Kreislauf und Zwiespalt mit „Ideologisch Reinen“ die den Pragmatischen immer von hinten einen Dolch in die Rippen rammen, denn wie könne man es wagen staatliche Macht zu benutzen um irgendetwas zu erreichen auch wenn es genau die Sachen sind, die sie wollen.

Nun. Linke sind doch eigentlich gegen die Elite? In der Theorie vielleicht, aber praktisch nicht. Man kann keine Allianz mit denen eingehen. Man kann frühere linke Normies dazu bringen AfD zu wählen. Aber eine richtige Allianz zwischen größeren Organisationen als das Individuum selbst, das vielleicht endlich mal eine Alternative zu dem angeblich Alternativlosen wählt, kann es nicht geben.

Das sieht man schon daran, wie kriegsgeil die Linken zur Zeit gegen Syrien sind. Linke  haben anscheinend keine Werte mehr.  Siehe die ganze Friedensbewegung die es sehr stark unter Bush gab und wie sie still während der Obama-Jahre waren. Also Linke haben keine richtigen moralischen Werte, solange sie sich in einer Organisation befinden.

Aber noch viel schlimmer ist der Kulturmarxismus, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Die Linken haben es ja nie geschafft auf direktem Wege ihren Sozialismus und Kommunismus in entwickelten Ländern durchzusetzen. Kulturmarxismus ist die Strategie, wie sie es schaffen werden, wenn sie damit durchkommen. Die Familie, Familienwerte, gutbürgerliche Moral, homogene Volksgemeinschaft, Religion – Christentum Tradition, Kultur, Bildung, klassische Musik und Architektur, Kunst, etc. Das alles muss unterwandert und subversiert werden. Die Elite möchte das um die Leute zu guten Sklaven zu machen und die Linken wollen das um die traditionellen Gegner ihrer Ideologie auszuschalten.

Ich war auch mal der Meinung, dass es Links und Rechts nur gibt um Leute zu entzweien, damit die Elite besser herrschen kann. Das stimmt auch gewissermaßen, aber wie ich gerade beschrieben habe, kann man die Linken nicht auf deren oder neutralem Boden begegnen. Das haben die Konservativen seit Jahrzehnten versucht und die wurden komplett verarscht.

Kulturmarxismus macht jede Allianz mit den Linken unmöglich, denn entweder sehen die das nicht als Problem. Das ist dann der linke Normie. Oder sie finden das sogar gut. Die würden das komplett unterschreiben, denn Kulturmarxismus ist auch nichts anderes als die rechte Interpretation von „progressiver Politik“.

Ich bin halt eigentlich immer noch „klassisch liberal/libertär“ im philophischen Sinne, aber mein Volk ist mir wichtiger. Wer das heute nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen.

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Über politbueroblog

Politik, IT, Kommunikation und Fitness sind meine Themen - und darum geht es auch in meinen Blogs: Software und Hardwaresysteme, Informatik, WIrtschaftsinformatik, die Übetragung von Daten und Informationen sowie auf der anderen Seite um Dauerbrenner und tagespolitische Ereignisse aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, nicht zu vergessen Kraftsport, Fitness Training, und Wellness.
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3 Antworten zu Libertär vs. Kulturmarxismus

  1. Globalismus schreibt:

    Die unheilige Allianz der Industrie/Finanz überschneidet sich z. Z. halt sehr stark mit den neuen, teils antideutschen linken Anschauungen – Stichwort Globalismus – welcher ja eigentlich zuerst zu bekämpfen durch galt, bevor der Begriff gekapert wurde und heute die Ideologie des linken Internationalismus widerspiegelt, aber überhaupt gar nicht in linke Weltanschauungen reinpassen sollte, denn Globalismus meinte einst so etwas wie Freihandel und globales Verlagern von Arbeitskräften, je nach Profitabilität.

  2. Im Namen des Friedens schreibt:

    Es gibt tausende Ex-Stasi-Mitarbeiter, die in allen Bereichen von Legislative, Exekutive sowie Judikative arbeiten, während Linke fordern, dass Militär und Geheimdienste im Namen des Friedens aufgelöst werden sollen. Parallel dazu wird in den Medien das Bild transportiert, dass es im kompletten Sichersheitsapparat nur so von Nazis wimmelt. Vielleicht ist das ja wirklich so und beides hängt zusammen.

  3. Libertärer Aktionismus und Aktivismus schreibt:

    Ihr begreift das Problem einfach nicht. Ihr seid nur die nächste Geschmacksrichtung von Sozialismus, ihr habt keine Ahnung wie ein Staat aufgebaut ist, ihr habt keine Ahnung von der Strategie des Gegners, von Psychologie, von effektiver Durchführung von Aktionen. Ihr seid ein Cargokult der einfach mal ins blaue versucht ein paar kleine Echtleben-Memes zu etablieren. Flagge aufhängen hier, Boot mieten da. Aber was ihr wirklich tun müsst um etwas zu ändern wisst ihr nicht, es sind halt alles rein symbolische Aktionen die dazu dienen sollen euer Gewissen zu beruhigen. Eine Substitutionsaktivität. Und deshalb gibt keiner einen Fick auf euch, weder Freund noch Feind.

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