Der real-ideale Mensch


Jeder Mensch ist real-ideal, er sieht was ist und hat in sich ein Plan davon wie es sein soll, ganz einfach ausgedrückt. Er sieht vielleicht was ist, aber durch die aktuelle Tendenz, Menschen einzutrichtern, dass sie ALLE WEGE gehen können, bin ich der Meinung, dass der Durchschnittmensch keine Beziehung mehr zu seinem persönlichen Lebensweg hat. Hätte er die, wäre er schließlich inspiriert und die meiste Zeit glücklich – was man leider nicht von allzu vielen behaupten kann. Dass die Menschheit als solches in eine Richtung strebt, ist m.E. nicht zu übersehen. Wir mögen denken, im Moment ginge es nicht weiter, aber das hat vermutlich jede Generation zuvor auch schon gedacht. Bloß leben wir in einem Zeitalter der technologischen Innovation, und sehen, dass sie sich rasant verändern wird – so wird es die Menschheit. Hier keinen Kurs und keinen Plan zu haben, könnte verheerend wirken.

Je liberaler die Gesellschaft wird (so finde ich), umso weniger werden die Menschen dazu angehalten, sich auf eine Spirituelle Suche nach sich selbst und ihrem Ideal zu begeben. Religionen sind ja schließlich alles andere als frei, und weiteres Atheistenblabla. Heutzutage hat nichts mehr eine höhere Bedeutung, da es keine eindeutige Richtung mehr gibt. Auf jeden Fall. Die Demokratie ist nur eine weitere Form der Herrschaft, und keine besonders gute. Wir müssen weg von jeglicher Herrschaft. Es gibt keine „Gesellschaft“. Es gibt nur Individuen. Insofern strebt auch die Gesellschaft nirgendwohin, es gibt höchstens ein Durchschnittsstreben in der besagten Gruppe von Individuen.

Im Gegenteil. Die Richtung in die ein Individuum streben sollte kann nur es selbst bestimmen. Jeder hat ein anderes Ziel. Würden alle Individuen sich in die gleiche Richtung bewegen, wäre damit ziemlich sicher gestellt dass der Großteil sich von seinem Ziel wegbewegt. Wenn jedes Individuum für sich auf sein Ziel zugeht, ist die durchschnittliche Annährung der „Gesellschaft“ ans Ziel größtmöglich. Unmöglich, da

1.kein gemeinsames Ziel

2.es gibt keine „fähigere“ Menschen

3.mehr Politik = mehr Verzerrung der individuellen Freiheit und damit Effizienz

Zu 2.: Es ist wirklich unmöglich, dass ein Politiker bessere Entscheidungen trifft als die Individuen selbst. Dies ist vom Ökonomen Ludwig von Mises, von Friedrich Hayek (Nobelpreis dafür bekommen) und vielen anderen beschrieben worden. Kurz: Wissensproblem, Kalkulationsproblem. Ein Politiker kann nie so viel Wissen über eine Situation erlangen, wie es die Individuen selbst könnten. Hätte er all das Wissen, wäre es zu komplex, um daraus sinnvolle Entscheidungen zu generieren. Das Kalkulationsproblem könnte man theoretisch mit unendlich schnellen Computern generieren, das Wissensproblem nur mit Hellsehen.

Man stelle sich vor, die Entscheidung, was es in Deutschland zum Abendessen gibt, solle von einem Politiker gefällt werden. Um die Entscheidung genau so gut zu treffen wie es jedes Individuum für sich würde, muss er wissen was 80 Mio. Menschen schmeckt, was sie die letzten Tage gegessen haben, ob sie das schon Leid sind und lieber was Neues probieren wollen, wieviel Geld sie momentan für Essen übrig haben, welche Ernährung sie verfolgen, ob sie Krankheiten haben die die Ernährung beeinträchtigen, welche Supermärkte in ihrer Nähe sind, welche Restaurants, wie die Preise und Verfügbarkeiten der Lebensmittel dort sind, usw. Es wäre eine Matrix die 80 Mio. x Anzahl der Faktoren die in Entscheidung Abendessen einfließen (hunderte) x alle Supermärkte und Restaurants groß wäre. Selbst wenn man davon ausgeht dass ein Supercomputer es berechnen könnte, ist es unmöglich, all diese Informationen zusammentragen. Deswegen fällen selbst die fähigsten Menschen dann Entscheidungen wie „Deutschland isst Brot mit Salami zum Abendessen“ und 89 Mio. Leute sind subtimal bedient.

So werden alle politischen Entscheidungen aber getroffen: suboptimal.

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Über politbueroblog

Politik, IT, Kommunikation und Fitness sind meine Themen - und darum geht es auch in meinen Blogs: Software und Hardwaresysteme, Informatik, WIrtschaftsinformatik, die Übetragung von Daten und Informationen sowie auf der anderen Seite um Dauerbrenner und tagespolitische Ereignisse aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, nicht zu vergessen Kraftsport, Fitness Training, und Wellness.
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