Liebe ohne Sex

Sex geht ohne Liebe, so lautet der Konsens – aber geht Liebe ohne Sex?

Diese kaum mehr zu kontrollierende, dauerhafte Erregung des Mannes, dieses Beben in der Brust (ein ausgewiesener Kenner der weiblichen Natur fände bestimmt treffendere Worte), dieses starke Gefühl also, das einem schon beim bloßen Gedanken, den anderen das erste Mal zu berühren, überkommt – man wird es sein Leben lang nicht vergessen. Weiterlesen

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Krieg oder Frieden

Ist Frieden oder Krieg der natürliche Normalzustand?

Krieg, als organisierte bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Gruppen, gibt es in der Form erst seit ca. 2000 vor Christi Geburt. Als Indikator gilt hier anscheinend der Fund von Schwertern, welche im Gegensatz der sonst eingesetzten Waffen wie Speer, Pfeil und Bogen, Axt und Dolch keine Alltagsgegenstände waren (primär Jagd) sondern ausschließlich für den Kampf konzipiert wurden. Weiterlesen

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Libertär vs. Kulturmarxismus

Ich war libertär/klassisch liberal, sogar lange mit Anarcho-Kapitalismus als Utopie geliebäugelt, bevor mir klar wurde, dass Libertäre niemals etwas erreichen werden, weil sie gleichzeitig an die Macht und die Macht an sich abschaffen wollen. Weiterlesen

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Wem gehört welches Land

Eigentlich ist es egal wie der Platz heißt wo ich lebe. Ich lebe einfach auf der Welt. Wen interessiert das, wie das Land mal hieß? Unwichtig. Eine Welt ohne Grenzen macht vieles so viel leichter. Grenzen sind immer so anstrengend. Jeder muss immer über Grenzen gehen um sich selbst was zu beweisen und um sein Bewusstsein zu schulen. Wenn es darum geht, ob Grenzen oder nicht, dann doch lieber nicht. Wem gehört welches Land. Es ist nur ein Hirngespinst, ein Nationales wegen des Geldes.

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Christentum keine Sekte?

Warum gilt das Christentum nicht als Sekte wie beispielsweise Scientology Üblicherweise sagen die Leute dann, dass das Christentum kein krankes Lügengebilde sei, das Leuten Geld aus der Tasche zieht, aber am Ende ist es nun mal so, dass Gottes Existenz nicht annähernd bewiesen ist, im Vatikan  Weiterlesen

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Die wahre Bibel

Welche Bibel ist nun eigentlich die echte Bibel, die wahre, originale, richtige? Viele Christen sind sich dessen gar nicht bewusst, aber es gibt jede Menge Versionen dieses Klassikers. Die „ursprüngliche Lutherübersetzung“ hat jedenfalls Fehler. Gängige Übersetzungen sind sicherlich nicht eklatant falsch. Weiterlesen

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Kausalität und Zeit

Ist es aus wissenschaftlicher Sicht legitim, Kausalität mit Zeit gleichzusetzen?

Ich habe gerade große Schwierigkeiten das Konzept „Zeit“ dingfest zu machen – irgendwie habe ich das Gefühl, es entgeht mir ein wichtiger Aspekt (könnte auch daran liegen, dass ich heute außer eine Zigarette noch nichts zu mir genommen habe), aber ich bin sicher, wenn wir die Brenngläser unseres Geistes gemeinsam auf dieses Problem richten, wird es nicht lange standhalten können.

Also, was ist Eure Definition von Zeit?

Physisch würde ich „Zeit“ mit „Bewegungsgeschwindigkeit in der Physik“ gleichsetzen:
In einem „gefrorenen“ Universum, in dem es keine Bewegung gibt, kann man auch keine Zeit definieren. Zeit setzt immer einen Referenzpunkt, der sich ändert voraus:
Der Mond, der nach X Minuten Y Meter zurücklegt, das Eisen, an dem sich Rost bildet (Elektronenbewegung)

Kausalität bedeutet, dass (Zeitlich) eine Reaktion nicht vor der Aktion erfolgt. Ich denke daher, dass es schwer ist, ohne den Begriff „Zeit“, den Begriff „Kausalität“ zu definieren. Oder anders: wie würdest du den Begriff eines „nicht-kausalen“ Systems definieren ohne den Begriff „Zeit“?

Nicht-kausale Systeme sind ja aber nur ein Gedankenspiel. Wenn es wirklich nötig ist, ein solches Gedankenspiel heranzuziehen, um den Unterschied zwischen Zeit und Kausalität klarzumachen, scheint mir das ein deutlicher Hinweis darauf zu sein, dass es diesen Unterschied in kausalen Systemen (aka der Realität™) eben nicht gibt.

Zeit ist Veränderung. Keine Veränderung, keine Zeit.
Doch was viel interessanter ist, ist die Frage wie Veränderung passiert. Ist es alles im Fluß ohne abgrenzbare Zustände oder ist es eine Abfolge von diskriminierten Punkten wie z.B. den Quantensprüngen. Wieso verändert sich die Welt und wie lange tut sie das noch?

Folgendes Gedankenexperiment: In einem unendlichen Raum gibt es nur einen Steinbrocken: Du könntest nicht sagen ob er sich bewegt und auch keine Zeit definieren.
Nun gibt es einen zweiten Brocken, der sich vom ersten weg bewegt und es gibt keinerlei Interaktion zwischen ihnen (keine Gravitation). Jetzt kannst du Zeit definieren. Zum Beispiel „Eine Zeiteinheit ist, wenn die Entfernung der Brocken sich um X erhöht“.
Wie könntest du in dem System, in dem Zeit existiert, die Kausalität definieren?
Kausalität setzt immer eine Interaktion voraus, Zeit nicht.

 

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Negatives Recht und positives Recht

Ich gehe von einer negativen Rechtsdefinition aus, weil die positive widersprüchlich ist. D.h. es gibt nur das Recht, von anderen NICHT getötet, bestohlen, bedroht, usw. zu werden. Es gibt aber kein Recht auf Arbeit, Sicherheit, Essen, Leben, usw. Diese Rechte durchzusetzen würde bedeuten, die Rechte anderer Menschen zu verletzen. Denn für deine Sicherheit, dein Essen und deine Arbeit muss jemand anders gezwungen werden. Wäre es anders, würde er es ja freiwillig machen.

D.h. es gibt nur das Recht, von anderen NICHT getötet, bestohlen, bedroht, usw. zu werden. Es gibt aber kein Recht auf Arbeit, Sicherheit, Essen, Leben, usw. Diese Rechte durchzusetzen würde bedeuten, die Rechte anderer Menschen zu verletzen. Denn für deine Sicherheit, dein Essen und deine Arbeit muss jemand anders gezwungen werden. Wäre es anders, würde er es ja freiwillig machen.

Kommilitonen widersprechen dem:  Recht ist weder positiv noch negativ. Warum würde das Recht eines erniedrigten und verstossenen verhungernden kindes auf sein broetchen anders sein als das der Königin Marie Antoinette auf „ihre“ Torten? Eine elektrische Ladung kann negativ oder positiv sein, Recht aber ist entweder da oder nicht.

Ich sage: Man muss nicht unbedingt Rousseau, Locke, Hobbes oder Macchiavelli gelesen haben, einen Begriff von Staatsphiloshie und Kontraktualismus haben, um die Wirklichkeit von positivem und negativem Recht einzusehen. Positiv/negativ ist freilich nicht zu verstehen als psychisch erbaulich/psychisch abträglich. Ein positives Recht bietet etwas dar, ein negatives verbietet etwas.

Das ist die Theorie. Aber wie sieht das positive Recht in der Praxis aus? Positives Recht wäre, wenn jeder Mensch das gleiche bekommt (impliziert ein Geben). Negatives Recht ist, wenn jeder Mensch unter der selben Restriktion steht. Was also ist ökonomischer? Positives Recht anzuwenden, und jedem das gleiche zuteil werden zu lassen, ungeachtet daß er es vielleicht nicht will? Kaum. Das negative Recht ist das vorherrschende. Es bedeutet Freiheit, die durch allgemein geltende Vorschrift ermöglicht wird.

Noch ein Beispiel: Man kann leichteren Gewissens Haschisch verbieten (negatives Recht), als es, um Gleichheit zu wahren, jedem zukommen zu lassen (positives Recht). Dass negatives Recht das vorherrschende ist, verdankt es seiner Effizienz: wenn jemand etwas will, dann setzt er das durch, ohnerachtet des Rechtsbruches. Andersherum wäre es eine riesige Verschwendung, alle mit dem gleichen zu versorgen, obwohl die Interessen des Einzelnen individuell ist. Kurz: Gerechtigkeit ist Gleichheit im Verbotenen, nicht im Erlaubten.

Die Teilung in positives und negatives Recht – nenne es wie du willst – sind in nahezu jeder staatsphiloshischen Schrift impliziert. Die Frage ist: wie weit gilt das eine, wie weit gilt das andere? Ist ein positiver Rechtsbeschluß die Entsprechung zur panem et circences-Politik, also punktueller Wohlstand für alle oder ein auf Langfristigkeit angelegtes Modell wie es in einer Planwirtschaft möglich ist?

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Die Freiheit des Individuums

Ich bin fest überzeugt davon, dass das Individuum volle Freiheit genießt. Die Gesellschaft ist lediglich eine Gruppe von Individuen. Sie als eigene Entität zu betrachten ist eine Fantasie. Im Namen der Gesellschaft dem Individuum Rechte zu nehmen halte ich für Betrug und Aggression. Das würde bedeuten dass einige Individuen das Recht haben, anderen Individuen ihre Rechte zu nehmen, nur weil sie z.B. mehr sind oder gewählt sind oder arisch sind oder was auch immer.

Wenn  die Philoshie des Individuums interessiert empfiehlt : Ayn Rand „Atlas Shrugged“, Max Stirner „Der Einzige und sein Eigentum“, Pierre Joseph Proudhon, Murray N. Rothbard „For A New Liberty“. Für mich persönlich jedoch ist das  alles keine Philoshie des Individuums, sondern eher Philoshie für Egomanen.

Und nein, die Gesellschaft ist nicht nur eine Gruppe von Individuen, das würde nämlich ein  Fehlen von Verknüpfungen zwischen den einzelnen Menschen implizieren. Aber gibt es den Menschen überhaupt als Einheit? Ich kenne niemanden der für sich alleine Leben würde. Alleine kann man gar nicht glücklich sein. Natürlich gibt es Verknüpfungen zwischen den Individuen. Aber dadurch bildet sich keine magische „Gesellschaft“, es sind einfach verknüpfte Individuen.

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Ted Kaczynski: Das Manifest des Unabombers

Ich las die Schriften von Thoreau, über zivilen Ungehorsam, seine Aufzeichnungen vom Waldenteich und es gab mir tiefe Einblicke in die grundlegenden Zusammenhänge der Berührung des Einzelnen mit der Gesellschaft und was in diesem Verhältnis mit den Gütern des Lebens geschieht. Vieles aus seiner Zeit heraus, sicherlich, aber doch das meiste sehr universell und noch heute gültig.

Nun las ich vor kurzem das Manifest von Ted Kaczynski, dem Unabomber. Es ist militant, aber es ist gleichzeitig eine erstaunlich scharfe Beobachtung und Sektion unserer modernen Gesellschaft. Als ich es las wurde ich selbst überrascht. Ich tat diesen Mann jahrelang als Wirrkopf ab bis ich neulich erfuhr, dass er hochbegabter Mathematiker war und auch sein Manifest ist durchaus lesenswert.

Nur stellt sich mir eine Frage, beide Herren, sowohl HD Thoreau als auch Kaczynski schrieben ihre umfassenderen Werke über die Gesellschaft in der Abgeschiedenheit von der Zivilisation. Trotzdem überzeugen mich beide durch schlüssige Argumentationen, ich teile nicht die radikalen Forderungen des Unabomber-Manifests, halte seine Beschreibung der modernen Gesellschaft und ihrer Akteure für extrem zutreffend.

Wie hältst du das, lieber Leser, hast du Thoreau gelesen, kennst du das Manifest von Kaczynski? Sind diese Hinterwäldlerthesen für dich weltfremd und verschwörerisch, oder glaubst du, dass die Abgeschiedenheit eines Einsiedlerdaseins erst eine umfassende Analyse der menschlichen Zivilisation möglich macht?Wenn du denkst, deine Wahrheit nur finden zu können, indem du gegen etwas allgemein Anerkanntes rebellierst, tut mir das leid für dich.

Die Meinung eines Menschen über etwas ist in den meisten Fällen nicht „falsch“, sondern sehr verständlich, wenn man sich damit befasst.  Andererseits erscheint es naheliegend, dass man in der „Abgeschiedenheit eines Einsiedlerdaseins“ sich hauptsächlich mit sich selbst, und nicht mit der Welt beschäftigt. So klar und logisch einem selbst entworfene Gedankenkonstrukte erscheinen mögen, ohne Abgleich mit der Realität können sie grundfalsch sein. Ähnlich der Foltermethode, bei der einem alle Sinneswahrnehmungen entzogen werden (sensorische Deprivation): Wenn du nichts mehr siehst, riechst und hörst, und du nur noch von dir selbst umgeben bist, fängst du an zu halluzinieren. Ich glaube, ein erkannter logischer Zusammenhang oder eine Erkenntnis kann auch einfach Einbildung.

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